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Wissenswertes über die Stadt Zittau

Das Zittauer Land mit seinen Ansiedlungen gehörte bereits im 11. Jahrhundert zu Böhmen. Die erste Bebauung der fruchtbaren Auen im Tal von Mandau und Neiße lag weit außerhalb der später entstehenden und sich entwickelnden Stadt mit ihren Mauern.
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Die Stadt Zittau liegt im Dreiländereck Deutschland - Tschechien - Polen. Die Lage von Zittau im Dreiländereck sowie einen Stadtplan finden Sie über den folgenden Link: Zittau im Dreiländereck

Die Geschichte Zittaus in Stichworten

In diesem Jahr wird der Name Zittau erstmalig in einer Urkunde des Klosters Marienthal erwähnt. Genannt wird darin ein Herr Chastoslaus de Sitavia.
König Ottokar II. von Böhmen umreitet die Stadt, legt die Grenzen für die erste Stadtmauer fest und verleiht das Stadtrecht.
Familie von Leipa stiftet den Franziskanermönchen in Zittau ein Kloster.
Gegen die Willkür des Adels und zum Schutze des Friedens in der Oberlausitz schließen sich die Städte Bautzen, Görlitz, Löbau, Kamenz, Lauban (heut: Luban) und Zittau zum Sächsstädtebund zusammen. Diesen Städten werden bedeutende Privilegien verliehen. Man nennt sie auch “Hanse der Oberlausitz”. Zittau entwickels sich zur bedeutendsten Stadt in diesem Bund, sie erhält den Beinamen “Die Reiche”.
Kaiser Karl IV. gibt die Stadt Zittau als Pfand an Herzog Rudolf von Sachsen. Die Stadt kann sich jedoch 10 Jahre später wieder frei kaufen.
Baubeginn des 2. Zittauer Rathauses.
In der Stadt wüten verheerende Brände, die sich 1422 wiederholen.
Zittau unterliegt der Hussitenübermacht.
Die Reformationsbestrebungen in Zittau führen zur Einsetzung des evangelischen Pfarrers Heydenreich durch den bereits evangelisch gesinnten Rat
Die Pest verlangt der Stadt große Menschenopfer ab. Die Epedemie wiederholt sich 1559 und 1599.
Die gesamte Burganlage des Berges Oybin wird an die Stadt Zittau verpachtet. Im Jahr 1577 fällt sie einem Brand zum Opfer.
Einweihung des Zittauer Gymnasiums
Zittau wird in den Dreißigjährigen Krieg verwickelt.
Durch den Prager Frieden kommt Zittau zu Sachsen.
Im Siebenjährigen Krieg beschießen österreichische Truppen von den Höhen bei Eckartsberg aus die Stadt. Ihr Ziel ist der Marstall, in dem Munition lagert. Diesen treffen sie nicht, jedoch werden bei diesem Brand etwa zwei Drittel der Stadt vernichtet. Dabei sind die Johanniskirche und das Rathaus. Mehr als 100 Jahre dauert der Wiederaufbau Zittaus.
Grundsteinlegung zum Bau des 3. Zittauer Rathauses, 1845 Einweihung
Der Neiße-Viadukt der Eisenbahnlinie Zittau-Reichenberg (Liberec) wird fertiggestellt.
Eröffnung des Zittauer Hauptbahnhofs.
Die Zittauer Stadtmauer wird abgetragen. Nur wenige Reste bleiben erhalten. Es entsteht der “Grüne Ring”.
Das Zittauer Stadtbad wird übergeben.
Die Kleinbahn Zittau-Bertsdorf-Oybin-Jonsdorf geht in Betrieb.
Beginn des ersten Weltkrieges. Auch unter der Zittauer Bevölkerung fordert er zahlreiche Opfer.
Deutsche Truppen überschreiten nach dem Münchner Abkommen die Grenze zu den benachbarten tschechischen Gebieten. Es ist eine der ältesten Grenzen in Europa.
Der Krieg ist nach Deutschland zurückgekehrt. Durch die Festlegung der Oder-Neiße-Grenze verliert Zittau seinen Ortsteil Großporitsch (Porajow). Zittau ist kaum zerstört worden. In der Stadt finden zahlreiche Vertriebene aus Polen und Tschechien eine Bleibe, die mit der Zeit zur zweiten Heimat wird.
Verlegung eines Teiles der Offiziersschule der Nationalen Volksarmee der DDR nach Zittau. Sie erhält 1982 den Status einer Hochschule.
Gründung der Ingenieurhochschule, Prof. Hans-Joachim Hildebrand wird erster Rektor.
Eröffnung des Eisenbahn-Grenzüberganges zur CSSR auf der Bahnstrecke Zittau-Liberec.
Tausende Bürger Zittaus und der Umgebung demonstrieren gegen die bestehenden Machtstrukturen. Sie sind Teil der Bewegung, welche auf dem Gebiet der DDR zur “Wende” führt.
Am 3. Oktober tritt die DDR der BRD bei. Zittau liegt nunmehr an der EU-Außengrenze.
Der Betrieb im Braunkohlentagebau Olbersdorf wird nach fast achtzigjährigem Abbau eingestellt. Es beginnen Rekultivierungsmaßnahmen, in deren Folge der “Olbersdorfer See” entsteht.
Gründung der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Sozialwesen Zittau/Görlitz (FH). Damit wird insbesondere die Tradition der Ingenieurhochschule fortgeführt.
- Gründung des Internationalen Hochschulinstituts Zittau - Die ersten Unternehmen in den neu entstandenen Gewerbegebieten Zittau-Pethau und Weinau nehmen ihren Betrieb auf. - Eröffnung eines trilateralen Grenzübergangs zu Polen und Tschechien.
Zittau wird Kreisstadt des neuen Sächsischen Oberlausitzkreises, ab 1996 Große Kreisstadt des Landkreises Löbau-Zittau. Nach der Kreisreform im Jahre 2008 verliert sie den Status einer Kreisstadt. Sie ist nunmehr nur noch Sitz eines Teiles der Kreisverwaltung des Landkreises Görlitz.
Die beiden Zittauer Fastentücher von 1472 und 1573 kehren nach der Restaurierung nach Zittau zurück. Das Große Zittauer Fastentuch findet 1999 in der Kirche zum Heiligen Kreuz seinen endgültigen Platz.
Am 1. Januar tritt das Schengener Abkommen auch für Polen und Tschechien in Kraft. Damit entfallen die Grenzkontrollen. Zittau ist wieder eine Stadt im Herzen Europas, nur eine reichliche Stunde von der “Goldenen Stadt” Prag entfernt.
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